Innerste

Die Innerste entspringt im Oberharz in 605 Meter Höhe über dem mittleren Meeresspiegel (ü. NHN) und mündet nach 100 Kilometern bei 58 Meter Höhe ü. NHN in die Leine. Die Innerste durchfließt Salzgitter im äußersten Süden des Stadtgebietes auf etwa 5 Kilometer Länge. Das Innerstetal ist hier geprägt durch mächtige Kieselablagerungen, die mit Lösslehm überdeckt sind. Diese Kiesvorkommen werden in verschiedenen Kiesgruben ausgebeutet. Die fruchtbaren Böden werden intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Der Verlauf der Innerste ist reich strukturiert, prägt die Landschaft und durchzieht diese wie eine "Lebensader". Der Verlauf der Innerste ist in weiten Teilen noch natürlich und gekennzeichnet durch Prall- und Gleithänge, Kiesinseln und Uferabbrüche, die von Auwaldresten und Schwermetallfluren begleitet werden.
Auf den durch Anschwemmungen aus dem Harzer Bergbau entstandenen Schwermetallrasen und -fluren wachsen einzigartige Pflanzengemeinschaften. Sie beherbergen Pflanzensippen, die hier am Harzrand entstanden sind. Auf den Pflanzen ist eine Vielzahl von Insekten und Spinnen zu finden und auf den Kiesinseln der Innerste brüten einige sehr seltene Vogelarten. Im Wasser leben zum Beispiel die Bachforelle und andere Fischarten, die sich an mehr oder weniger schnell fließendes Wasser angepasst haben. Es gibt entlang der Innerste verschiedene alte Brücken wie etwa die "Franzosenbrücke" unterhalb von Hohenrode, aber auch alte Furten (Flussquerungen) sind zu erkennen, welche noch viel älter als die Brücken sind. An Flussufern können oft besonders viele Neulinge unter den Pflanzen gefunden werden, so haben sich auch Exoten angesiedelt, wie zum Beispiel das Drüsige Springkraut aus dem Himalaya, der Eschenahorn aus Nordamerika und der Riesenbärklau aus dem Kaukasus.